Monthly Archives: Dezember 2010

Twin Shadow – Forget

Viel Achtziger kombiniert mit dem gewissen Etwas “POP - das scheint die ultimative Formel zu sein um den nächsten Hype auszulösen. Denn so präsentiert sich “Twin Shadow” mit seiner Platte – “Forget“.

Der latest shit stammt aus New York – genauer gesagt Brooklyn wo George Lewis Jr., oder auch  “Twin Shadow” genannt, zusammen mit Chris Taylor die Platte “Forget” hervorzauberte.

Einen Vorgeschmack auf das Album gibt es natürlich wie immer auch – Twin Shadow mit “When we`re dancing” in einem on-air live streaming.

Die Indie-Blogger Wertung: 6 / 10 Punkte.

the Pollywogs – dirty words and dirty sex

Jahrelang habe ich das Thema deutsche Gitarrenbands stiefmütterlich behandelt. Die Musik war mir zu emotionslos und nicht innovativ genug, als dass sie mit den Kollegen von der Insel und den Staaten mithalten konnte. Das scheint sich gerade massiv zu ändern, so dass wir hier schon wieder eine Nachwuchsband aus der Heimat, genauer gesagt aus Köln vorstellen. Musikalisch bewegen Sie sich irgendwo zwischen den Arctic Monkeys und den Strokes. Ihr Debütalbum “dirty words and dirty sex” ist seit Anfang November raus und ab Januar könnt ihr euch von den Live-Qualitäten überzeugen.

Meinen Lieblingssong „Hold your Hand“ gibt’s als Download für lau auf: http://thepollywogs.com/index.php/load

Die Indie Blogger Bewertung: 8/10 Punkte.

Creep – Days

Eine gefühlte Ewigkeit liegt der Release von The XX zurück. Genauer gesagt warten die Fans von The XX seit dem 14.08.2009 auf neues Material der Band.

Das Label der Band – “Young Turks” –  schafft jetzt Abhilfe. Es handelt sich dabei zwar nicht um ein Release von The XX selbst, sondern von dem New Yorker DJ Duo “Creep” , diese konnten jedoch Front-Sängerin Romy davon überzeugen die Vocals für der ersten Single “Days” zu übernehmen. Was dabei herausgekommen ist, ist eine Mischung aus Electro und einer durch Romys Stimme hervorgerufenen Melancholie, die sich perfekt ergänzt.

@Creep: Bitte mehr davon! Und zwar schnell.

CREEP / Days by Young Turks

Die Bewertung: 9/10 Punkte.

Bandradar – Sizarr

Im besten Fall (zumindest in finanzieller Hinsicht) erwächst aus einer Schülerband etwas wie Tokio Hotel. Im besten Fall (in qualitativer Hinsicht) entspringt aus Deutschlands Gymnasien, Real- und Hauptschulen eine der vielversprechendsten Nachwuchs-Indie-Bands des nahenden neuen Jahres: Sizarr - meint auch die Intro- und ON3-Redaktion.

Die 3 Jungs aus Landau mit den feschen Friesen bewegen sich auf Pfaden des “neuen Indie”: furchtlos werden Electronica- und morbide Rockelemente gemixt mit einer Singstimme, hinter der man einen beleibten Mittvierziger erwartet, der zu viel Whisky und Roth-Händle-Zigaretten verschleisst hat – aber keineswegs den hübschen Frontmann von Sizarr. Die Kombi funktioniert – das Ganze klingt sphärisch, episch gut. Und man will mehr mehr mehr davon hören.

http://www.youtube.com/watch?v=trg3LBq_gJI

Klingt wie:  …wenn die fesche Electronica-Göre mit dem bösen Indie-Rocker eine heisse Affäre beginnt

Wir vergeben: 9/10 Punkten

Holy Fuck for god’s sake

Holy Fuck ?.. trash metal könnte man meinen ..und ganz ehrlich: bei einem live auftritt kann es schon passieren, dass man sich bei moshing erwischt.

photo bio Holy Fuck  for gods sake

Aber wie so oft .. das Unerwartete…

Zum Beispiel dieses eine Lied. Die 4 Ingenieure beschallen ihr Publikum mit wirren Klängen, die an das gleichzeitige Einstimmen bei Orchesterproben errinnert. Erst wenn auch beim letzten das linke Augenlid gezuckt hat, beginnen die Kanadier wie Hirten die ziellosen Töne und Klänge einzusammeln um sie auf den rechten weg zu schicken. Das ist der Moment ab dem gesprungen wird (in einer Art Regentanz, das anfängliche Audiogewitter ganz zu vertreiben). Ein schöner Moment… Holy fuck

Die Werkzeuge: Schlagzeug, Bass, Effect Pedals, Turntables, Kinderkeyboards, Spielzeug zahlreiche Kabel und und und

Das Genre: Electro Noise Pop

Auf Platte verliert die Musik ein bisschen das Originelle aber dennoch, mit dem Hintergrundwissen, es handelt sich um hausgemachte, handwerklich grund ehrliche Arbeit, und dass da kein 15jähriger mit reason oder ableton live in seiner Marzahner Plattenbauwohnung dahinter steckt, ist sehr hoch anzurechnen.

Der neuste Album Release erschienen bei Young Turks (the XX): Latin mit 9 lässigen liedern für jeden der ratatat nicht ganz verkehrt findet.