Monthly Archives: Februar 2012

Future Islands live in Berlin 22.02.

FutureIslands e1330432793860 Future Islands live in Berlin 22.02.

Nach zahllosen durchfeierten Nächten im Berghain war ich letzten Donnerstag zum ersten Mal für ein reguläres Konzert in dem Club. Der Abend war vollständig ausverkauft und so viele Menschen, dicht gedrängt unter der unerreichbar hohen Decke gaben dem Abend etwas sehr Ehrwürdiges – genau die richtige Atmosphäre für das was da kommen sollte.

Die Vorband Ampl:tude war mir vollkommen unbekannt. Die vier Jungs haben mich aber durch ihre fröhlich-elektronische, mit spontanem Ausdruckstanz gepaarte Musik positiv überrascht.

Danach stieg langsam die Spannung auf den Hauptact Future Islands. Bisher habe ich keine Band gesehen, die so unscheinbar auftritt, obwohl 500 Leute gekommen sind um zu lauschen. Keyboarder Gerrit Welmers und Bassist William Cashion blieben halb im Nebel versteckt. Sänger Samuel Herring erschien mit seinem blauen Arbeiter-Hemd in der braunen Chino-Hose wie die Personifizierung des 50er-Jahre US-Femilienvaters. Keine Tattoos, keine ausgefallenen Frisuren, nur die Band. Aber mehr war auch nicht nötig um in meinen Augen das beste Konzert des Jahres abzuliefern.

Das Unscheinbare hielt nur bis zum ersten Takt. Danach verwandelte sich Sänger Sam in das intensivste Bühnenabenteuer der Konzertgeschichte. Noch nie wurden Songzeilen so fühlbar schmerzhaft in die Welt geworfen. Jedes Wort scheint gerade erst an seinen Platz gesungen, die Traurigkeit zu umschreiben, als würde das alles in diesem Moment in Herrings Herz zersetzen. Immer wieder schlägt er sich gegen Brust, Kopf, windet sich zum Takt. Ein unbeschreibliches Erlebnis. Dazu kommen einige der schönsten Melodien, die uns die Indiewelt zu bieten hat. Bei “Tin Man” stellten sich mir die Haare zu Berge, bei “An Apology” wurden meine Augen feucht. Der Band gefiel es offensichtlich auch sehr gut und sie gaben drei Zugaben und mussten die letzten Songs improvisieren.

Das Konzert war der Wahnsinn. Wer die Gelegenheit hat die Band live zu sehen, darf sich das auf keinen Fall entgehen lassen.

Hier ein Ausschnitt von ihrem Cleveland Konzert letztes Jahr:

The Asteroids Galaxy Tour – Out Of Frequency

The Asteroids Galaxy Tour: Heart Attack (neue Single 2012) from BMG Rights Management on Vimeo.

Die Dänen “The Asteroids Galay Tour” sind mit ihrem zweiten Album “Out of frequency” zurück. Ihre erste Single “Heart Attack” wurde umjubelt und auch das Album ist durchaus empfehlenswert. Passend zum neuen Album wird es außerdem eine Tour der Band geben. Hier die Daten:

17.04.2012 – Lido (Berlin) | live
18.04.2012 – Backstage (München) | live
19.04.2012 – Karlstorbahnhof (Heidelberg) | live
20.04.2012 – Gebäude 9 (Köln) | live
21.04.2012 – Uebel&Gefährlich (Hamburg) | live

Für “Out of Frequency” und das knallige “Heart Attack” gibt es von den Indie-Bloggern
7/10 Punkte

We are Augustines – Chapel Song

Die We Are Augustines sind eine amerikanische indie Rock Band aus Brooklyn (New York), die es in der aktuellen Zusammensetzung seit 2010 gibt. Das erste Album der Band hört auf den Namen “Rise Ye Sunken Ships” und ist inzwischen auch in Deutschland erhältlich. Der Chapel Song ist ein Vorgeschmack auf das Album.. und mein persönlicher Song der Woche

8/10 Punkte

Laura Marling – I Speak Because I Can

2006- Ein gerade mal 16 Jähriges Mädchen schließt sich dem Londoner Folk-Kollektiv Noah And The Whale an, zwei Jahre später erscheint ihr Solo-Debüt “Alas, I Cannot Swim“, das gleich für den renommierten Mercury Prize nominiert wird und sorgt für Aufsehen. Ihr zweites Album “I Speak Because I Can” wird 2010 ebenfalls zum Kritikerliebling, landet auf Anhieb auf Platz 4 der britischen Charts und bescherte ihr einen Brit Award als beste weibliche Künstlerin.

Mit ihrem gefeierten Album “A Creature I Don’t Know“, setzt Laura Marling die Erfolgsgeschichte im Herbst 2011 fort und ist dieses Jahr erneut für den begehrten Preis nominiert. Und das zurecht, denn die talentierte Sing- und Songwriterin schreibt Lieder, die geschrieben werden wollen und entfacht die Flamme der zeitlosen Schönheit mit jedem Ton. Dabei spielt sie mit den Charakteren ihrer Geschichten und zaubert gebannte Atmosphären, die nie an Glanz verlieren.

7/10 Punkte

Metronomy – Everything Goes My Way

Über Metronomy haben wir gefühlte hundert Mal geschrieben, darum halte ich mich kurz. Jedes Mal wenn ich von diesem Song geweckt wurde hab ich mir aufs Neue gedacht dass er endlich mal gepostet weden muss. Deswegen “Everything goes my Way”.