Haezer @ Crux, München (26-05-2011)

Die Münchner Jungs von SO NOT BERLIN haben’s mal wieder getan. Mit dem Südafrikaner Haezer konnten sie einen der momentan heißesten Electro-Acts verpflichten. Im Rahmen der 2009 ins Leben gerufenen, gleichnamigen Electro-Event-Serie gaben sich bisher bereits u.a. Designer Drugs, Cyberpunkers oder Haezers Landsleute von Double Adapter die Ehre.

Location war wie immer das Crux.  Der sich im alten Zerwirkgebäude befindliche Club wurde erst 2009 eröffnet und ist die Topadresse Münchens in Sachen Electro, House und Nu Rave.

Haezers musikalische Heimat ist das großartige deutsche Label Freakz Me Out auf dem neben ihm auch noch die Szenegrößen Tom Deluxx (Frankreich) oder die Cyberpunkers (Italien) gesignt sind. Wer Releases dieser Acts kennt, kennt die musikalische Stoßrichtung des Labels nur allzu gut. Für alle anderen sei hier exemplarisch der Labelwebsite ein wunderbares Zitat entnommen: Most music labels are just out there to please the audience listening […] Certainly not Freakz Me Out [they] are out to hurt you bad. Complete audible punishment is their lifelong mission.

Die Musik von Haezer klingt dann auch genau so. Der Südafrikaner ist der Posterboy einer Electroströmung, die so eigentlich keinen offiziellen Namen hat aber oftmals als Maximal, Metalectro oder Punk Electro bezeichnet wird. Charakteristisch dafür sind  wummernde Bässe, verzerrtes Gitarrengeschrammel oder Sounds, die sich am besten mit dem Geräusch vergleichen lassen, welches eine Kettensäge machen würde wenn man sie in einen riesigen Fleischwolf wirft. Also nichts für schwache Nerven.

Und genau das ist es was einem Haezer dann live anbietet. 2 Stunden lang brennt er ohne Rücksicht auf Ohren und Körper der Partywütigen ein absolutes Feuerwerk ab. Schon das Intro, ein Mashup aus ACDC’s Thunderstruck und seinem Hit Anarchy, war ein absolutes Highlight. Wer sich dem DJ Pult auf weniger aus 10 Meter nähern wollte, konnte nicht umhin sich ins obligatorische Moshpit zu stürzen und den ein oder anderen blauen Fleck davonzutragen.

Gediegen tanzen ist also nicht. Das macht aber nichts. Denn genau das macht den ganz speziellen Charme eines Haezer Liveauftritts aus. Und wer ihn kennt, weiß schon vorher auf was er sich einlässt. Im Gegensatz zu anderen Szenekollegen hält Haezer relativ wenig davon auch mal was ruhigers zu spielen um die Leute etwas runterkommen zu lassen. Der Südafrikaner lässt absolut keinen seiner Signature Tracks oder brillianten Remixe aus. Schlag auf Schlag folgen etwa Who the fuck is Haezer?, Dominator, James Bond oder Dancefloorkiller der Stunde, wie etwa Your Old Lady’s Nightmare. Schweiß, grenzenlose Euphorie und Adrenalin sind nur einige Worte um dieses Erlebnis zu beschreiben…

Nach 2 Stunden verlässt man dann schließlich vollkommen ausgelaugt, verschwitzt und vor allem ausgenüchtert den Club und will nur noch eins….(voll und ganz zufrieden) ins Bett.

P.S: Wer einmal Zeit totzuschlagen hat bevor der Act, den er sehen will, auflegt, kann dies auch im Crux tun. Ein Stockwerk über dem Club befindet sich nämlich das Etage 2. Hier kann man in ganz chilliger und lässiger Atmosphäre zu Musik der Stones oder Beatles noch eine Kleinigkeit essen oder einen Cocktail schlürfen.

P.S. 2: Und jetzt die beste Nachricht: Haezer kommt am 12.6. nochmal ins Crux!

 

HAEZER 2011 Rage Tour – Australia from Nick Trash on Vimeo.

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