Tag Archives: Joy Division

Coversongs you’ve never expected. Folge 8: Chromatics

Chromatic’s neues Album “Kill for love” ist großartig. STOP. Die meisten kennen diese Band wohl durch den Soundtrack zum Film “Drive”. STOP. Jetzt haben sie auch noch diese tolle Coverversion von “Ceremony” gemacht. STOP. Im Original von New Order bzw. Joy Division. STOP.

Mehr Infos zu New Order und Joy Division: hier. STOP.

autoKratz – Self help for beginners

autoKratz2 300x225 autoKratz   Self help for beginners

Am 20.6. ist es so weit: Dieser Montag wird wohl einer der wenigen Montage, auf den man sich freuen wird. Denn “Self help for beginners” erscheint, das neue Album der britischen Elektro-Popper autoKratz. Bereits zuvor hatten Fans die Möglichkeit, das Album hier vorzuhören. Ich habe mich angeschlossen und einen ersten Blick auf “Self help for beginners geworfen”. Man sieht deutlich, an welchen Künstlern sich die beiden Londoner Künstler orientiert haben: Die Verehrung für Bands wie New Order oder Zoot Woman hört man einfach. Die Zusammenarbeit mit Peter Hook (ehemals Joy Division und New Order) unterstützt den Eindruck noch umso mehr. Entstanden ist ein dance-lastiges, sehr durchgestyltes Gesamtwerk, dass durch seine Eingängigkeit überzeugt und durch seine glattgebügelten Songs ein wenig überrascht. So waren autoKratz doch früher als rauere Elektro-Punk-Anarchisten bekannt. Bestimmt kristallisieren  sich bei mehrmaligem Hören ein paar Lieblingsstücke heraus. Auch die Live-Umsetzung bleibt abzuwarten, denn die Jungs gehen im Herbst wieder auf große Tour. Bisher kann ich jedem die Stücke R.I.S.E. und A-Train nahelegen. Da zeigen autoKratz nämlich, was sie können – und wo ihre Wurzeln liegen.

autoKratz – A-Train by Bad Life

Die Indie-Blogger vergeben 7/10 Punkten!

Agent Side Grinder – Joy Division 2.0?

Generell ist es ja sehr schwer, die richtigen Worte für Joy Division zu finden (dasselbe gilt wohl für The Doors, aber das wird MIR nicht passieren, denn die mag ich nicht und habe NOCH die Freiheit, zu schreiben über das was mir gefällt.). Und schon steh ich auch da (bzw sitze, in meinem neuen Erker-Büro) und überlege mir, wie ich wohl am besten beginne. Und je mehr ich tippe, desto unbeholfener werde ich. So. kurz stop. Durchatmen. Los.

Joy Division trifft wohl das gleiche Schicksal wie die meisten, aus verschiedensten Gründen nicht mehr existenten Bands. Die noch lebenden oder hinzugewonnenen Fans verklären, loben über alle Maße, rufen alle 2 Jahre den Kult aus. Im Fall von Joy Division hatten wir den erst kürzlich, durch den Film “Control“. Und generell ist dagegen auch nichts einzuwenden, wenn sich dadurch das Gesamtwerk einer Band einer breiteren Masse erschließt. Für mich persönlich gilt: Ich bin nicht nur großer Fan von Joy Division selbst, sondern auch Fan derer, die ihren Blick über den “Love will tear us apart“-Tellerrand erheben. Denn dort gibt es noch so einiges zu entdecken. Eine Klangkulisse, die so dicht, melancholisch und morbide ist, dass sie dich selbst bei bester Laune ein wenig emo stimmen kann und in melodramatischen Lebenslagen IMMER die bessere Alternative zu Suizid, Zigaretten und Vollmilchschokolade  ist – oder wahlweise die ideale Ergänzung. Nicht zu vergessen, die markante, tiefe Stimme Ian Curtis‘, der leider mit seinem Selbstmord das Ende von Joy Division bereitete (die übrigen Bandmitlieder formten später die Band New Order, aber die werde ich sicher anderenorts als Reminiszenz in einer Rezension aufgreifen).

Fans der wunderbaren Joy Division schlagen sich, wenn es um das Thema “Nachahmer” geht, in 2 Lager: Die Komplett-Verweigerer, die sich vor jeglichen, ähnlichen Sounds verschließen. Sowie diejenigen, die sich wie Junkies (oder Gewohnheitstiere) auf die Nachkommen der Jungs aus längst vergangener Zeit stürzen. Ich war mir über meine Position in diesem Spiel noch nicht ganz klar. Bis Agent Side Grinder um die Ecke kamen.

Die hier beschriebene Ecke war in diesem Fall die Musik-Sparte des VICE-Magazins. Den Herren Autoren dieser tollen Zeitschrift traue ich ja einiges an gesundem Menschenverstand zu, und es war um mich geschehen, als sie über Agent Side Grinder’s “Irish Recording Tape” schrieben:

512cxB28aGL1 Agent Side Grinder   Joy Division 2.0?

“Diese schwedische Band hatte sich bislang darauf verlegt, möglichst ungreifbar daher zu kommen. Auf diesem neuen Album, das endlich auch hier offiziell veröffentlicht wird, machen sie mit der Verschleierungs­taktik Schluss. Das kann man sich in etwa so vorstellen, dass sie z. B. in „Die To Live“ selbst vor der Basslinie von „Dancing With Myself“ nicht haltmachen, dass sie mit „Life in Advance“ ihren bislang besten Song überhaupt aufgenommen haben und sich in jedem Handschlag, den sie machen, als eine der wenigen Bands herausstellen, die überhaupt in der Lage ist, mit dem Erbe von Joy Division einigermaßen sachdienlich umzugehen.”
Dem hab ich auch nichts mehr hinzuzufügen, außer:
1) Die Jungs sind großartig und skandinavisch-wunderschön.
2) “Live in Advance” ist stimmungsvolles, großes Musik-Kino.
3) Die Jungs kommen 2011 in die HEIMAT Regensburg, watch out!

Die Indie-Blogger vergeben somit: 9/10 Punkten.