Category Archives: Konzerte

WARPAINT am 19.07 im Freiheiz München

Über Warpaint:
Die Gitarristinnen sind Emily Kokal und Theresa Wayman, Jenny Lee Lindberg spielt den Bass und Stella Mozgawa sitzt am Schlagzeug. Alle vier Frauen singen. Gemeinsam sind sie Warpaint aus Los Angeles. Gegründet hat sich die Band im Jahr 2007, ihre erste EP „Exquisite Corpse“, abgemischt von John Frusciante von den Red Hot Chili Peppers, schlug in Kalifornien sofort ein. 2010 folgte die grandiose Platte „The Fool“, die sofort ein Maßstab für trancehafte Gitarrenmusik wurde.

Die vier jungen Damen von WARPAINT geben noch zwei Konzerttermine in Deutschland. Eines davon wird im Freiheiz München stattfinden.
Ein absolutes must see für jeden Münchner icon wink WARPAINT am 19.07 im Freiheiz München . Tickets gibt es aktuell hier: http://www.fkpscorpio.com/de/bands-archiv/warpaint/

Alex Clare München Atomic Cafe

Für alle, die das erste live Konzert in Deutschland von Alex Clare im Atomic Café in München verpasst haben. Hier findet ihr den Mitschnitt ;-).

Viel Spaß damit

Foster the People live in Berlin 02.05.2012

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Am Mittwoch spielten nach monatelangem Entgegenfiebern endlich „Foster the People“ in der Columbiahalle in Berlin. Die Band hatten wir ja schon Anfang des letzten Jahres vorgestellt und seitdem waren sie fester Bestandteil meiner Unterwegs-Playlist. Ich legte „Waste“ bei der Arbeit, wenn meine Laune zu sinken drohte. Die Vorfreude war dementsprechend riesig.

Die Band improvisierte ihre Songs auf vielfältige Weise, so dass man oftmals beim Intro nicht wusste welcher Song sich da anbahnt. So blieben die Songs trotz tausendmaligem Hören spannend für mich. Die Bandmitglieder entpuppten sich darüber hinaus als Multitalente, die locker drei verschiedene Instrumente beherrschen. So schafften sie es teilweise eine magische Atmosphäre zu kreieren in der man die rund 1.500 Gäste um sich herum vergaß.

An anderen Stellen war ich allerdings etwas peinlich berührt, da sich Sänger Mark Foster teilweise zu sehr auf seine eigene Show konzentriert hat und dabei ein perfektes Robbie Williams Double abgab. Verstärkt wurde der Eindruck noch von den fünf Teenies die er auf die Bühne holte um ihm zuzutanzen. Als Dank gab es für einen großen Group-Hug… Für meinen Geschmack ist die Band bereits zu sehr im Zentrum des Mainstream angekommen was selten gut für die musikalische Entwicklung ist. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt als ich den Megaknallersuperhit „Pumped up Kicks“ am nächsten Morgen bei RTL-Radio hörte.

Das Konzert war alles in allem trotzdem gut und ich bin gespannt wie es für die Band weitergeht.

Houdini (Live In Solana Beach) from Foster The People on Vimeo.

Team Me live in Berlin 29.02.2012

Über Team Me haben wir bereits Ende letzten Jahres berichtet. Jetzt hatte ich auch endlich die Gelegenheit die sechs Norweger im Comet Club live zu sehen. Mittlerweile ist ihr Songrepertoire auf ein komplettes Album angestiegen. Die meisten Stücke waren zwar bekannt und jagten mir trotzdem in der Live-Version einen wohligen Schauer über den Rücken. Das liegt wohl allein daran, dass die Band die Gabe besitzt aus jedem Song ein Meisterwerk zu erschaffen. Dementsprechend schwer war es mich für ein Video für diesen Artikel zu entscheiden.

Live strahlt die ganze Band eine besondere Energie aus, wobei besonders Frontsänger Marius eine unglaubliche Bühnenpräsenz zeigt. Durch die Dreifachbesetzung mit Gitarren wirkt der Sound sehr dicht und warm. Einziger Wermutstropfen: trotz des zehnminütigen Klatschens gab es keine Zugabe. Trotzdem kann ich mich unserem letzten Artikel in jedem Fall anschließen: das Konzert war ein Erlebnis.

Future Islands live in Berlin 22.02.

FutureIslands e1330432793860 Future Islands live in Berlin 22.02.

Nach zahllosen durchfeierten Nächten im Berghain war ich letzten Donnerstag zum ersten Mal für ein reguläres Konzert in dem Club. Der Abend war vollständig ausverkauft und so viele Menschen, dicht gedrängt unter der unerreichbar hohen Decke gaben dem Abend etwas sehr Ehrwürdiges – genau die richtige Atmosphäre für das was da kommen sollte.

Die Vorband Ampl:tude war mir vollkommen unbekannt. Die vier Jungs haben mich aber durch ihre fröhlich-elektronische, mit spontanem Ausdruckstanz gepaarte Musik positiv überrascht.

Danach stieg langsam die Spannung auf den Hauptact Future Islands. Bisher habe ich keine Band gesehen, die so unscheinbar auftritt, obwohl 500 Leute gekommen sind um zu lauschen. Keyboarder Gerrit Welmers und Bassist William Cashion blieben halb im Nebel versteckt. Sänger Samuel Herring erschien mit seinem blauen Arbeiter-Hemd in der braunen Chino-Hose wie die Personifizierung des 50er-Jahre US-Femilienvaters. Keine Tattoos, keine ausgefallenen Frisuren, nur die Band. Aber mehr war auch nicht nötig um in meinen Augen das beste Konzert des Jahres abzuliefern.

Das Unscheinbare hielt nur bis zum ersten Takt. Danach verwandelte sich Sänger Sam in das intensivste Bühnenabenteuer der Konzertgeschichte. Noch nie wurden Songzeilen so fühlbar schmerzhaft in die Welt geworfen. Jedes Wort scheint gerade erst an seinen Platz gesungen, die Traurigkeit zu umschreiben, als würde das alles in diesem Moment in Herrings Herz zersetzen. Immer wieder schlägt er sich gegen Brust, Kopf, windet sich zum Takt. Ein unbeschreibliches Erlebnis. Dazu kommen einige der schönsten Melodien, die uns die Indiewelt zu bieten hat. Bei “Tin Man” stellten sich mir die Haare zu Berge, bei “An Apology” wurden meine Augen feucht. Der Band gefiel es offensichtlich auch sehr gut und sie gaben drei Zugaben und mussten die letzten Songs improvisieren.

Das Konzert war der Wahnsinn. Wer die Gelegenheit hat die Band live zu sehen, darf sich das auf keinen Fall entgehen lassen.

Hier ein Ausschnitt von ihrem Cleveland Konzert letztes Jahr: